Deutschland

Zugspitze – Deutschlands höchster Berg

Es ist ein wunderschönes Wochenende im August und irgendwie will jeder, natürlich auch wir, auf die Zugspitze. Schon am Parkplatz hören wir die Durchsagen der Seilbahn, dass es ab nun eine gute Stunde Wartezeit bedeutet, wenn man auf den Gipfel von Deutschlands höchstem Berg möchte. Kurzerhand beschließen wir mit der Zahnradbahn nach oben zu fahren. Unsere erste Etappe führt uns vom Eibsee hinauf zum Zugspitzplatt.

2015 - Zugspitze (118) (Custom)

Wer nicht mit dem Auto zum Eibsee fahren möchte, hat bereits ab Garmisch-Partenkirchen einige Zustiegsmöglichkeiten (http://www.auf-die-zugspitze-wandern.info/die-bayrische-zugspitz-zahnradbahn/). Insgesamt legt die Zahnradbahn 19 Kilometer zurück und überwindet 188m Höhenmeter bis sie auf 2600m das Zugspitzplatt erreicht. Die Fahrt dauert ca. 45min und wir unterfahren nach wenigen Metern die Eibseeseilbahn. Nach knapp 4km folgt die Haltestelle Riffelriss, an der man nach Wunsch (man muss den Halteknopf drücken, was allerdings auch durchgesagt wird) aussteigen kann um weiter über die Wiener-Neustädter-Hütter und den „Stopselzieher“-Klettersteig die Zugspitze zu besteigen. Die letzten Kilometer durchfahren wir den über 4km langen Zugspitztunnel und müssen sogar kurz warten bis ein entgegenkommender Zug uns passiert hat. Wir steigen an der Endstation aus und merken schon, wie frisch es hier oben ist. Man befindet sich allerdings noch unter der Erde und kommt erst nach einigen Metern und Treppen ans Tageslicht.

Ohne Jacke würden wir frieren, obwohl sehr viele Hartgesottene den Sommer vom Tal scheinbar mit hierauf gebracht haben. 😉 Man hat einen schönen Ausblick über die im Winter sicher schneebedeckten Skipisten.

2015 - Zugspitze (26) (Custom)

Kinder und junggebliebene Erwachsene können sich einen Rodel ausleihen und einige Meter bergab auf Neuschnee bzw. dem Rest vom Winter hinabrodeln. Für eine kurze Gedenkminute in der Kapelle Maria Heimsuchung ist auch noch Zeit bevor es für uns weiter mit der Gletscherbahn Richtung Gipfel geht.

Wer mag, kann natürlich auch zu Fuß den steilen Weg weiter auf die Zugspitze steigen. Wir ziehen den bequemen Weg vor und sind nach 1000m am Gipfel angekommen. Leider ist hier gerade (8/2015) eine große Baustelle, so dass man fast keine tollen Aussichtsmöglichkeiten auf der Deutschen Seite hat.

Zudem ziehen die Wolken in den Nachmittagsstunden immer weiter hoch und umschließen den Gipfel. Wir beobachten die Bergsteiger, die sich einer nach dem anderen am goldenen Gipfelkreuz fotografieren lassen und schlendern vorbei an Kakao und Germknödel genießenden Bergwanderern hinüber auf die Tiroler Seite.

Komischerweise ist hier das Wetter viel schöner und man hat eine tolle Fernsicht.
Für „Deutschlands höchste Rostbratwurst“ sind wir schlussendlich doch zu später dran und begeben uns – lt. Fahrplan soll um 16:45 die letzte Bahn nach unten Fahren – langsam wieder Richtung Bahnstation.

Diesmal wollen wir aber mit der Eibseeseilbahn nach unten fahren, auch wenn es um einiges an Wartezeit kostet. Insgesamt stehen wir eine Stunde an – mit der Gletscherbahn und Zahnradbahn wären wir wahrscheinlich längst wieder am Eibsee gewesen, aber wenn man schon mal hier ist, möchte man glaub ich schon alle „Verkehrsmittel“ gefahren sein. In knapp 10 Minuten ist man mit der Seilbahn wieder unten in der Sonne und kann ab hier noch etwas am Eibsee relaxen und mit etwas Glück auch Tret- oder Ruderboot fahren.

2015 - Zugspitze (111) (Custom)

Leider waren alle Boote vergeben, so dass wir einige Zeit am rechten Seeufer entlang über eine Brücke – von der Jugendliche ins Wasser springen – entlang spazieren. Man hat immer wieder die Möglichkeit zum See hinunter zu gehen und sich dort in die Sonne zu setzen oder gar ins kühle Nass zu stürzen.

Als der Hunger gegen Abend kommt, fahren wir zurück nach Partenkirchen ins Schloderer Bierstüberl, das von zwei herzlichen Oberpfälzern geführt wird. Wir lassen den Abend zünftig und mit tollem Ausblick von der Panoramaterrasse auf die Zugspitze, ausklingen.

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