Kreta

Zeus‘ Geburtsstätte in der Lassíthi-Hochebene

Diese fruchtbare Hochebene liegt auf 800m und ist ringsum von Bergen umgeben. Wir haben wegen dem Wetter zuerst Bedenken, da schon auf Spinalonga einige Tropfen gefallen sind, allerdings erweist sich diese als unberechtigt. Zwar ist es teils etwas windig wenn man aus dem Auto aussteigt um mal wieder die wolkenverhangenen Berge zu fotografieren, aber schon im nächsten Augenblick ist die Sonnen wieder da.

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Wir folgen ab Neápolis einer Rundstraße die alle 21 Dörfer am Rande des fruchtbaren Schwemmgebiets verbindet.

Nach gut der Hälfte der Strecke erreichen wir Psychró und die sich hier befindende Geburtshöhle von Zeus (auch als Zeus Höhle oder Diktäische Höhle bekannt). Gaia soll vor Kronós geflüchtet sein um in dieser Höhle ihren Sohn Zeus zur Welt zu bringen. Hier wurde er angeblich von Nymphen großgezogen. Wir parken und begeben uns auf den ca. 700m langen Fußweg bergauf. Für Kinder oder diejenigen die nicht gut zu Fuß sind , stehen so genannte „Cabrio-Taxis“ zur Verfügung. Nichts anderes als Esel und Maultieren bringen einen dann für gut 10€ ans Ziel. Wir wandern den sich in Serpentinen schlängelnden Pfad hinauf und zahlen oben den Eintritt (4€ in 9/2015). Dann folgen wir einigen Treppenstufen, die wie in einem Rundweg in die Höhle hinab und auch wieder hinaufführen. Wir wissen nicht so recht was wir erwarten sollen und sind schon mal erstaunt als wir in ein riesiges, tiefes, dunkles Loch blicken. Wir folgen den Treppen und nach einigen Metern sind wir mehr als nur erstaunt. Mit einer Tropfsteinhöhle hätten wir hier nicht gerechnet. Riesige Stalaktiten hängen von der Decke herab und an den wenigen Stellen, an denen das Tageslicht den Höhlenboden erreicht wächst grünes Moos, das so unecht wirkt, als wäre es von der Modelleisenbahn. Im untersten Bereich befindet sich zudem ein kleiner See in den man Glücks-Cents werfen kann. Dann geht es den Rundweg auch schon wieder hinauf. Alles in allem ist die Höhle schon nett anzusehen, wenn man dann auch noch bedenkt, Zeus wäre hier geboren. Für eine reine Tropfsteinhöhle wären die 4€ Eintritt wohl fast etwas zu happig.

Wir treten den steinigen Rückweg an – auch hier wäre ein Transport per Maultier für 5€ nach unten möglich.

Die Sonne verschwindet langsam und taucht die gegenüberliegenden Berge in ein wundervolles Rot. Wir folgen der Rundstraße weiter. In Kerá haben wir Pech, dass das Kloster schon geschlossen hat und somit beschließen wir – es ist kurz vor 19 Uhr – nach Mochós zu fahren und dort gepflegt zu Abend zu Essen.

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