Kaua'i

Spouting Horn und „Red Dirt“

25. Februar 2011

Tag 2 auf Kauai. Gestern waren wir am einen Ende der Insel, heute soll es genau in die entgegengesetzte Richtung gehen. Wir starten nach einem reichhaltigen Frühstück Richtung Süden. Unser erstes Ziel ist das Spouting Horn am Weststrand der Poipu Coast. Am Brennecke’s Beach-ein beliebter Bodysurf-Strand-steht an einem Zebrastreifen das kultigste Hinweisschild überhaupt. Man sieht nicht nur, wie sonst ein schwarzes Männchen die Straße auf dem gelben Schild überqueren, nein, dieses Männchen hat ein weißes Surfbrett unterm Arm. Cool!

Kauai-250211 013 (Custom)

Wir fahren weiter und parken unser Auto am Spouting Horn Park und wandern die wenigen Meter Richtung Aussichtsplatz. Auf dem Weg kommen wir an einem „Nachrichtenbaum“ (die fleischigen Blätter sind über und über mit kleinen Nachrichten vollgeritzt) und einigen Souvenirständen vorbei. Wir lassen sie rechts liegen, denn wir wollen den kleinen Meeresgeysir sehen.

Es sind schon einige Touristen da und warten an der Brüstung. Die Brandungswellen werden in einen Unterwassertunnnel durch die Felsen nach oben gedrückt und schießen in einer hohen Fontäne in die Luft. Wir warten und warten – es ist nämlich nicht jede Welle gleich stark – sind aber recht enttäuscht was die Höhe und Intensität der Fontäne angeht. Vielleicht ist der Wellengang nicht stark genug, aber das Spouting Horn auf Maui war weitaus eindrucksvoller. Etwas enttäuscht ziehen wir von dannen und setzen unsere Tour in unserem Dodge Charger fort. Wir folgen der Straße Richtung Westen, vorbei an verschiedenen Orten, Kaffeeplantagen, Postautos von UPS (hier sitzt der Fahrer rechts und hat keine Türen um besser die Post in die Briefkästen werfen zu können) und toller Landschaft. Wo es uns gefällt biegen wir ab und erkunden den Weg, denn der ist das Ziel, auch wenn er auf einem kleinen Bauernhof mit Ziegen endet!

Die Straßen und Seitenstreifen sind gefärbt vom „Red Dirt“, der typisch rostroten Erde hier auf dieser Insel. An einem Strand halten wir an und beobachten einen Kite-Surfer. Sieht toll aus wie er sich von seinem Schirm über die Wellen tragen lässt. Je weiter wir Richtung Westen kommen, desto mehr Wolken ziehen auf. Rechts von hängen sie tief und dunkel in den Bergen fest, links von uns scheint das Wetter gen Meer noch in Ordnung zu sein. Je weiter wir fahren, desto ländlich wird es. Wir erreichen das Ende des Hwy. 50 und biegen in eine Schotterpiste ein. Die ersten Meter und mit Wasser gefüllten Schlaglöcher umrunden wir noch gekonnt. Es geht langsam voran und je weiter wir kommen, desto größer werden die „Seen“ auf dem Feldweg. Wir überfahren eine Brücke, an deren gelbem Geländer sich Gestrüpp verfangen hat. Beim letzten starken Regen ist dies wohl den kleinen Bach aus den Bergen hinabgetragen worden. Jetzt ist hier alles trocken – naja bis auf die Straße. Der Weg wird immer schlammiger und vor uns sehen wir statt Straße nur noch eine riesige Wasserlake.

Hier kommen wir wohl mit unserer Limousine nicht weiter! Dachten wir und uns kommt ein SUV entgegen, der anhält und uns rät wieder umzudrehen. Selbst er hatte bei diesen Straßenverhältnissen extreme Schwierigkeiten überhaupt heile zum Barking Sand Beach zu kommen. Schade eigentlich, wir hätten uns gerne diese wüstenhaft trockene Dünenlandschaft angeschaut.

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