Kreta

Spinalonga – die Lepra-Insel

Wir konnten am Vorabend noch einen Mietwagen klar machen – das Hotel hat einen Vermieter vermittelt und somit geht es heute los auf große Reise. Nach einem leckeren, frischen Frühstück mit griechischem Joghurt, frischem Schafskäse, Tomate, Gurke und Oliven brechen wir in den etwas regnerischen Vormittag auf. Einzelne Tropfen begleiten uns als wir gen Osten aufbrechen.

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Unser 1. Ziel ist Kalidón. Das Eiland vor der Nordspitze der Halbinsel Spinalonga, das unter demselben Namen weitaus bekannter ist. Von  1903-1954 wurden hierhin die kretischen Lepra-Kranken verbannt. Heutzutage ist allerdings ein Aufenthalt ohne Risiko möglich. Wir fahren nach Pláka und stellen unser Auto nahe des Hafens ab. Nach wenigen Metern kommt schon die Ticketstelle und wir erstehen 2 Fahrkarten (Hin-und Rückfahrt) zu je 8€ (9/2015). Wir müssen etwas warten, da die Abfahrzeit je nach Menge der Touristen wohl etwas variieren kann. Im schlimmsten Fall wartet man 30-40 Minuten. Wir haben Glück und nach nicht mal 20 Minuten besteigen wir den Ausflugskahn der die wenigen Meter nach Spinalonga übersetzt. Von weitem aus, kann man schon die Überreste der venezianische Burg und der türkischen Gebäude erkennen. Nach wenigen Minuten Fahrzeit legen wir an und Zahlen den Eintritt von 2€ (9/2015). Das Ticket wird entwertet und wir können uns frei auf dem Gelände bewegen.

Wir begehen zuerst den einfachen Rundweg, hoch zur Burg kommen wir schon noch. Vorbei an einer Kapelle geht es an zum Teil extrem verwitterten Gemäuern am Meer entlang. Immer wieder sieht man Schießscharten und nach gut der Hälfte der Umrundung gelangt man endlich zu dem Bereich in dem das Dorf im Schatten der Burg entstand. Rechts und links des Wegs sind verfallene Gebäude zu sehen. In manche kann man nur hineinsehen, da sie bereits abgestützt werden und sicher mehr als einsturzgefährdet sind. Bei anderen Gebäuden wiederum hat man die Möglichkeit sogar hindurch zu laufen. Es wirkt alles mehr als bizarr und man ist froh, dass diese Krankheit schon längt heilbar ist. Kurz vor Ende des Rundgangs erreicht man rechter Hand den Museumsshop und biegt dort links den Berg hinauf und hat einen tollen Rundumblick auf die gesamte Insel.

Wer möchte kann nun noch die Wartezeit auf das Boot in der kleinen Taverne rechts des Eingangs verbringen. Wir haben Glück, denn unser Boot, das zurück nach Pláka fährt legt gerade an und somit steht einer Weiterreise nichts im Weg.

In Ágios Nikolaos können wir nach einigem Hin- und Hergefahre endlich einen Autostellplatz ergattern und lernen dabei auch gleich noch ein neues Verkehrszeichen kennen. Auf dem Festland ist es uns anscheinend nicht begegnet oder wir haben es ignoriert.

Hier darf man nur an ungeraden Monaten parken – in geraden Monaten ist das Parken verboten – wie gut dass wir mit Monat 9 einen ungeraden Monat haben. Komisch ist allerdings nur, dass die andere Straßenseite genau die andere Variante Schild zeigt und dort dennoch Autos parken.

Wir laufen die wenigen Meter bergab zum Voulisméni-See. Dieser kleine, 67m tiefe Süßwassersee ist allerdings durch einen 61m langen Kanal mit dem Hafen verbunden. Über eine Brücke gelangen sowohl Autofahrer als auch Fußgänger von der einen zur anderen Seite und können so gemütlich an der jeweiligen Promenade entlangflanieren.

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Wir entschließen uns den See mit 137m Durchmesser zu umwandern und stellen am Ufer neben den vielen angebrachten Fischerjollen fest, dass verdammt viel Kleinfisch in dem See dümpelt. Außerdem ist in Ufernähe  das Wasser glasklar, was man auch nicht so erwarten würde. Wir spazieren an schlafenden Katzen und schnatternden Gänsen vorbei und nach ca. 15 Minuten ist unser Spaziergang auch schon vorbei. Da es nichts weiter Spannendes zu sehen gibt, brechen auf in die Lassíthi-Hochebene.

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