O'ahu

Ka’ena Point: Slums und gefährliche Strömungen

2. März 2011

Heut wollen wir in den Westen der Insel fahren. Ans andere Ende, wo die Straße (auf deren anderer Seite wir ja gestern schon waren) nicht weiter geht bzw. mit einer normalen Limousine nicht zu befahren ist. Wir verlassen Waikiki über den Highway, fahren an Pearl Harbour vorbei und verlassen die Großstadt. Wir werden von Wolken begleiten, was uns aber die gute Laune nicht verdirbt. Warm ist es ja. Wir schlängeln uns die Westküste durch kleine Städte entlang. In einem dieser Orte halten wir an einem Supermarkt um uns mit Getränken einzudecken. Wir machen auf dem Parkplatz noch ein Foto eines schnuckligen RedBull Transporters und fahren weiter. Unser Ziel ist das Ende und dort sollte doch bestimmt ein Strand sein, der zum faulenzen einlädt. Die Gegend wirkt ärmlicher und wenn man im Reiseführer nachliest, erfährt man auch, dass in diesem Makua Valley früher und auch heute noch Verbrecherbanden unterwegs sind und man deswegen definitiv keine Wertgegenstände im Auto liegen lassen sollte. Zu unserer Linken liegt das Meer, zu unserer Recht „türmen“ sich Berge aus Lavafelsen auf, die mit dem faszinierensten hellgrünen Gras, dass wir auch schon auf Maui gesehen haben (es leuchtet selbst bei bewölktem Himmel irgendwie anders), bewachsen sind.

Nach der letzten Ortschaft kommen wir an den – nennen wir es mal – Slums vorbei. Man sieht Zeltstädte, überall liegen Müllsäcke herum. Hier wohnen die, die gar nichts mehr haben, nicht einmal mehr ein richtiges Dach über dem Kopf, naja Hauptsache das Auto parkt neben dreckigen Matratzen und Unrat. Irgendwie ist es schon erschreckend zu sehen, dass es hier keinerlei soziale Absicherung gibt und die sozial Schwächsten so hausen müssen. Im Übrigen haben wir solche „Zustände“ auf keiner der anderen Inseln gesehen – vielleicht mal ein paar Häuser die nicht die Neuesten zu sein schienen, aber derartige Armut ist uns nirgends aufgefallen. Wir verlassen diese Meile der Armut und fahren weiter.

Ein letzter Sandstrand liegt zu unserer Linken und kurz danach endet die geteerte Straße. Tja, da ist sie wohl, die andere Seite. Wir steigen aus, machen einige Fotos und beschließen unser Auto wie all die anderen am Straßenrand abzustellen und mit Handtuch bewaffnet geht es an den Strand. Faulenzen und Sonne tanken ist angesagt. Der Strand ist irgendwie cool.

Hawaii Urlaub 2204 (Custom)

Von der Straße weg geht er gerade Richtung Meer, nur kurz davor fällt er steil ab und mündet ins Meer. Wenn man den anderen Badenden so zusieht ist es im Meer wohl auch nicht anders. 1 Meter flach und dann geht es rasant nach unten weg. Wir wagen uns nach einigen Minuten des Schmunzelns über andere Touris runter ans Meer und lassen uns erst einmal das Wasser über die Zehen fließen. Hier merkt man schon, dass anscheinend eine ziemlich Strömung (wahrscheinlich auch aufgrund des Gefälles unter Wasser) vorhanden ist. Das Meer hat eine angenehme Temperatur und so schnell kann man gar nicht schauen und schwupps haben wir keinen Boden mehr unter den Füßen! Das ist also diese strandabgewandte Strömung von der wir schon gehört haben. Würde man nicht dagegen anschwimmen, so würde einen das Meer weiter und weiter hinaus treiben. Gar nicht so einfach dem Sog des Meeres zu entrinnen, vor allem da man ja erst recht spät Boden unter den Füßen hat – und auch der ist einem nicht Gewiss (wie wir lachend später bei einem Pärchen feststellen müssen, das wurde nämlich schwupps wieder mit in die Fluten gerissen).

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