Maui

House of the Sun – Sonnenaufgang auf dem Haleakala

15. Februar 2011

Man nimmt sich ja so einiges vor in so einem Urlaub und wir wollen unbedingt den Sonnenaufgang auf dem Haleakala anschauen.

Hawaii Urlaub (33) (Custom)

Das bedeutet natürlich richtig früh raus und dazu haben wir uns diesen Tag ausgesucht.

Um 4:15Uhr klingelt unser Wecker, da allein die Fahrt von Kahului bis zum „House of the Sun“ knapp 90 min dauert. Von Kihei aus bis Kahului kommen nochmals knapp 30min dazu und somit geht es um 4:30Uhr los. Wir ziehen uns warm an und machen uns auf den Weg durch die dunkle Nacht. Man kann den Weg zum Krater im Grunde nicht verfehlen, da es überall angeschrieben steht. Mit jeder Meile machen wir Minuten gut und fragen uns warum wir so früh los sind. In einem Reisebericht haben wir gelesen, dass einige Leute sehr erstaunt waren, dass bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang die gesamt Straße bis zum Aussichtspunkt hoch so zugeparkt war, so  dass man etliche Meter laufen musste. Das wollen wir natürlich nicht und dachten uns „der frühe Vogel fängt den Wurm“. Bis jetzt machte es aber keinen Anschein, als würde überhaupt jemand dorthin fahren. Die Straßen sind angenehm leer, wie man es um 5 Uhr morgens erwartet. Wir biegen links ab und ab nun geht es langsam aber stetig den Berg hinauf. Mit jeder Kurve sinkt die Temperatur etwas und Meile für Meile kommen mehr Serpentinen hinzu. Nach einigen Meilen haben wir tatsächlich die die ersten Autos vor uns. Langsam rückt der Sonnenaufgang näher und wir fahren immer weiter nach oben. Über uns der sternklare Himmel, unter uns kann man die Lichter der Stadt und das Meer erkennen. Am Eingang zum Haleakale Naturpark angekommen entrichten wir unsere Gebühr von 10$ (wäre gültig für 3 Tage) und biegen links ab. Ein Blick den Berg nach oben und uns schwant Böses. Man sieht eine Lichterkette der Autos die sich Kurve um Kurve nach oben bewegen. Hier sind sie also die ganzen Wahnsinnigen die wie wir früh aufstehen und sich bei Nacht und (nichtvorhandenem) Nebel Richtung Sonnenaufgang bewegen. Pünktlich kamen wir oben am Parkplatz an und stellen fest, dass alle PKW-Parkplätze bereits belegt sind. Nur noch die für Busse sind frei. Ob wir dort stehen bleiben dürfen?! Ein weiterer Autofahrer sowie ein Ranger nehmen uns unsere Bedenken und winken die Autos hintereinander in 3er Reihen in die Busplätze. Man muss also bei der Abfahrt warten bis die 2 (wenn man wie wir ganz vorne geparkt hatte) hinter einem weg sind. Egal. Kaum haben wir die Autotür auf, weht uns ein frischer Wind um die Ohren. 60F, also umgerechnet 6,1 Grad Celsius, lügen nicht. Was würden wir nun nur für Handschuhe und eine dicke Jacke gegeben. Mit einem Badetuch und der Digicam bewaffnet machen wir uns auf den Weg. Hier erwarten uns schon sehr viele Zuschauer und die besten Plätze an der Absperrung sind natürlich belegt.

Über den Kraterrändern sieht man bereits ein leichtes heller werden. Jeder ist von dem Spektakel wie sich die Sonne langsam den Weg hinauf zu Erde bahnte begeistert. Man hört „Ahs“ und „Ohs“ von überall. Die Sonne schiebt sich Millimeter um Millimeter nach oben, die Wolken ziehen von rechts nach links und an den obersten Wolken kann man schon das rote Glühen erkennen. Als ob es brennt. Wahnsinn. Nur kalt und sauwindig ist es, aber ein atemberaubendes Erlebnis der Sonne hier Guten Morgen zu sagen. Sobald sie mit ihrer Rundung über den Kraterrand geblickt hat, geht es irgendwie verdammt schnell. Das Warten vorher hat länger gedauert als der eigentliche Sonnenaufgang. Binnen weniger Minuten ist sie komplett zu sehen und beginnt langsam zu steigen. Wir sind froh nicht komplett erfroren zu sein (naja, bei Plusgrad nicht so schnell möglich) und setzen uns erstmal ins Auto.

Wie erwartet müssen wir etwas warten bis das Auto hinter uns fährt. Nach kurzer Zeit fahren wir wieder Serpentine um Serpentine, Links-und Rechtskurven bis hinunter auf Meereshöhe. Am Straßenrand sehen wir bereits dir ersten willigen Downhill-Biker, die sich gut geschützt mit Helm und alle im Einheitslook auf Rädern die kurvige Straße hinabwagen. Nichts wie weg denken wir uns bevor wie so eine Kolonne vor uns haben, die man auf’d letzt nicht überholen kann. Wir fahren Meile um Meile, die es Gott sei Dank wärmer wird und können die ganze Schönheit der Natur bewundern.

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