O'ahu

Hanauma Bay: ein echtes Aquarium

3. März 2011

So langsam nähert sich unser Urlaub dem Ende. Heut wollen wir nochmals schnorcheln gehen. Laut Reiseführer soll das Naturschutzgebiet im Osten – Hanauma Bay – wie ein riesiges Aquarium sein.

Wir verlassen Waikiki der Kalakaua Ave am Zoo vorbei folgend und machen uns die wenigen Kilometer an der Küste entlang auf den Weg.

Hawaii Urlaub 2292 (Custom)

Mit Badesachen und Trinken bewaffnet ziehen wir los. Von oben kann man nicht so wirklich sehen was uns erwartet, nur wissen wir aus dem Reiseführer dass es Eintritt kostet. Nach der Kasse ist eine Art Souvenir- und Informationsshop. Wir folgen anderen Touristen ein paar Treppen nach unten und sehen vor einer großen Tür zu unserer Rechten eine Traube von wartenden Leuten. Auf der Treppe wird unser Ticket entwertet und wir kurz aufgeklärt, was nun kommt. Bevor man runter zum Strand darf, muss man zu aller erst ein kurzes Informationsvideo ansehen. Wir warten wenige Minuten und dann öffnen sich die Pforten. Davor steht eine Dame die Kopfhörer für verschiedene Übersetzungen des Films aus einem Eimer austeilt.

Man wird kurz begrüßt und schon beginnt der Film. Wir erfahren wie die Hanauma Bay entstanden ist. Es ist ein Vulkankrater, der an einer Seite eingebrochen und somit jetzt mit Meerwasser geflutet ist. Von oben kann man noch deutlich die Umrisse erkennen. Die eingebrochene Seite und der Meeresboden sind wie eine natürliche Grenze des sandigen Strandes zum offenen Meer und bilden ein atemberaubendes Riff, das mit genial buntem Fischreichtum aufwartet. Es wird einem erklärt, dass man aus Sicherheitsgründen nur zu zweit schnorcheln soll, Nichtschwimmer sollen nur dort schnorcheln, wo sie auch stehen können, auf Alte und Kinder soll man aufpassen. Die Strömungen können in verschiedenen Bereichen ebenfalls eine Gefahr darstellen. Ebenso soll man das Naturschutzgebiet achten, keinen Müll an Strand und ins Meer werfen, die Tier nicht füttern und streicheln und möglichst nicht auf das Riff treten. Nun sind wir aufgeklärt und es kann losgehen. Man wird zur hinteren Seite des Kinosaals herausgelassen. Dort hat man nun die Möglichkeit zu Fuß runter an den Strand zu gehen und den Überblick zu genießen oder man lässt sich bequem gegen ein Entgelt von 1$ an den Strand fahren.

Als wir am Strand sind, sehen wir das ganze Getümmel an Leuten, die von oben noch richtig klein aussahen. Wir leihen uns Schnorchelsachen aus und suchen uns ein Plätzchen für unsere Handtücher. Sonnig ist es heute leider nicht, aber angenehm warm und wie wir später feststellen müssen ist es leicht bewölkt einfacher unter Wasser schöne Fotos zu machen, da nichts blenden bzw. reflektiert.

Nach wenigen Paddelzügen gehen die Steine in Felsformationen über und an manchen Stellen kann man nur schwer abschätzen wie tief das glasklare Meer dort ist. Kaum den ersten Felsen überwunden, tauchen sie auf: von winzig klein schwarz mit weißen Punkten bis hin zu riesigen katzengroßen grellbunten Papageifischen. Alle schwimmen oder lassen sich von der Strömung treiben und knabbern die Felsen ab. Es ist der pure Wahnsinn was hier so alles umherschwimmt. Man weiß gar nicht wohin man schauen oder fotografieren soll. Schon schwimmen die Fische davon und es tauchen andere auf, die sich sachte mit der Strömung hin und hertreiben lassen. Teilweise ist man von ganzen Schwärme umgeben, die schräg mit dem Maul nach unten am Riff im Wasser „hängen“ und mit jeder Welle hin und weg sich bewegen wie Grashalme im Wind.

Leider muss man sagen, dass dieser „Unterwasserpark“ von vielen Leute – obwohl sie alle das Informationsvideo zu Beginn sehen müssen – sehr verschmutzt wird und durch die natürliche Begrenzung des Riffs sich der ganze Müll dort sammelt wo man schnorchelt.

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